Wirtschaftsgespräch mit Hr. Franz Weinberger (MAN)

Donnerstag, 23. Januar 2014 - 10:45 bis 12:30

2. Wirtschaftsgespräch mit Herrn Franz Weinberger (Firma MAN)

Der LKW - ein “low interest product”

Als Erstes erklärt uns Herr Franz Weinberger, Marketingleiter der Fa. MAN, beim Wirtschaftsgespräch am 23. Jänner 2014, dass der LKW zwar im Alltag und für die österreichische Wirtschaft unerlässlich, aber trotzdem nicht sehr beliebt ist. Im Gegensatz zum PKW ist der LKW ein reines Nutzfahrzeug und wird daher nicht nach persönlichen Vorlieben gekauft.

MAN (Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg) macht einen jährlichen Umsatz von 16,5 Mrd Euro. Die wahre Größe des Unternehmens wird aber erst vorstellbar, als Herr Weinberger erwähnt, dass jeder zweite Dieselmotor auf einem Hochseeschiff von MAN hergestellt wird. Auch erfahren wir, dass der erste Dieselmotor bei MAN gebaut wurde und die Firma heute noch Patente verwaltet. Der deutsche Konzern ist vor allem in Europa tätig, aber auch in Indien. Russland, Mexiko und Brasilien gut vertreten.

Eine ganz besondere Beziehung pflegt die Firma MAN mit dem Land Tirol, da seine Regierung ein Nachtfahrverbot für LKWs verhängt hat. Auch am Tag gibt es auf Tiroler Straßen ein Lärmlimit, welches MAN immer wieder zu innovativen Maßnahmen zur Lärmeindämmung gezwungen hat. Auch dass der LKW ein Luftverschmutzer ist, stimme schon lange nicht mehr, so Herr Weinberger. In manchen Fällen ist die Ansaugluft schlechter als die Abluft, die LKWs seien dann also ein fahrender Filter, berichtet der Leiter der Marketingabteilung stolz.

Die großen Herausforderungen in der Fahrzeugindustrie seien die immer spezielleren Anforderungen für die Nutzung, die Reduktion des Lärms und des Dieselverbrauchs und die Entlastung der Städte vom Schwerverkehr. Herr Weinberger zeigt uns futuristische Studien mit einer dem Delfinkörper nachempfundenen Bauform der LKW. Sehr interessant fand ich auch die Idee, elektrische Energie aus dem Bremsvorgang zu erzeugen, dadurch könnten anscheinend 20 – 30 Prozent Energie gespart werden.

Wir bedanken uns bei Herrn Weinberger für den äußerst interessanten Einblick in die Welt der Nutzfahrzeuge.

Rafael Schicho, 6A