Exkursion der 4B und 4D-Klassen nach Ebensee

Mittwoch, 27. April 2016 - 7:45 bis 14:15

Zeitgeschichtemuseum und Gedenkstätte des KZ- Nebenlagers Ebensee ...

 

Nach einer einstündigen Busfahrt kamen wir in Ebensee an. Dort besuchten wir als erstes das Heimatmuseum. Die wichtigsten Informationen sind auf kleinem Raum zusammengefasst und stellen einen guten Überblick über den Nationalsozialismus in Ebensee und dessen Auswirkungen dar. Das schlechte Wetter (Schneegestöber) passte sehr gut zu diesen deprimierenden Inhalten.

Unser nächster Halt führte uns zu einem der vielen Nebenlager von Mauthausen. KZ – Häftlinge errichteten in Ebensee ein Stollensystem, wo unterirdisch Rüstungsproduktion und die Entwicklung von neuen Waffensystemen untergebracht werden sollte. Die Errichtungszeit der Stollen war erstaunlich kurz. Das ca. 8km lange Tunnelsystem wurde binnen eines Jahres erbaut. Ein Großteil der Stollen wird heute als Zementwerk verwendet.

Die Lebensgeschichte eines früheren Häftlings hat mich tief beeindruckt:

Als KZ – Häftling musste er unter schlechtesten Bedingungen, als Zwangsarbeiter, bei der Errichtung der Stollen mitwirken. Als die Schreckensherrschaft beendet war, fand er Arbeit bei einer Baufirma. Diese war für den Abbau der Stahlinnenauskleidung der Stollen zuständig. So musste er die mühsam hergestellten Befestigungen der Stollen wieder eigenhändig entfernen.

Ein interessantes Detail am Rande:

Auf dem ehemaligen KZ – Gelände stehen heute viele Wohnbauten. Der Zufahrtsweg zu diesem Wohngebiet führt durch das ehemalige KZ – Eingangstor. Somit führt der Heimweg vieler Ebenseer auch heute noch durch dieses Tor.

                                                                                  Raphael Bernau  4D

 

Überrascht und beeindruckt von:

  • Lager wurde nach dem Krieg als Wohngebiet verbaut
  • verstorbene Häftlinge wurden zu Beginn nach Mauthausen zurückgebracht
  • stark zensurierte Briefe durften verschickt werden
  • nur arbeitsfähige Männer waren im Lager

 

Geschockt durch:

  • Nahrungsmangel und Fotos von abgemagerten Häftlingen
  • Größe des Lagers (8 500 verstorbene Häftlinge)
  • wenig moderne Arbeitsgeräte → mühsame Arbeit
  • Stollen samt Häftlingen sollten zu Kriegsende gesprengt werden um Spuren zu verwischen
  • kaum medizinische Versorgung
  • was Menschen anderen Menschen antun können

                                                                                              Pia Pramendorfer und 4.B - Klasse