Auslandsjahr in Strasbourg, Frankreich

Hallo zurück zu dem bereits dritten Bericht meines Schüleraustausches in Frankreich.

Der November war bisher der unspektakulärste Monat hier. Das Wetter war eben typisch grau und nebelig, außerdem ist nicht viel mehr passiert als Schule!

Ehrlicherweise weiß ich nicht genau, ob es in ganz Frankreich so ist, aber an meiner Schule gibt es anstatt 1-2 größeren Tests/Schularbeiten pro Semester, viele kleine Wiederholungen, Abgaben und Tests/Schularbeiten, die benotet werden. Ich habe schon öfter darüber nachgedacht, was mir besser gefällt, wahrscheinlich bevorzuge ich sogar die mehreren kleineren Benotungen, da dann der Druck nicht immer so hoch ist. Andererseits ist es aus meiner Sicht ein Mehraufwand, da man kontinuierlich viel zutun hat, zumindest wenn man Wert auf gute Noten legt!

Mittlerweile habe ich auch schon meine Lieblingsecken in Straßburg gefunden, die ich am Wochenende sehr gerne besuche. Unter anderem liebe ich es hier mit dem Fahrrad zu fahren und so wiederum auch neue Orte kennenzulernen. Die Stadt ist sehr fahrradfreundlich und dadurch ist es natürlich auch einfacher und sicherer! Beispielsweise gibt es im Norden der Stadt einen Park namens Parc de Pourtalès. Meine Gastmutter hat ihn mir einmal gezeigt und seitdem fahre ich regelmäßig mit dem Rad dorthin, da er mir so gefallen hat!

Ende November haben die Weihnachtsmärkte aufgemacht. Straßburg ist als die „Weihnachtshauptstadt Europas“ bekannt und ehrlicherweise hatte ich es bis dato nicht wirklich auf dem Schirm. Dementsprechend war ich auch sehr überrascht und überwältigt von der vielen und extravaganten Weihnachtsdekoration, den vielen Weihnachtsmärkten und im negativen Sinne auch von den einhergehenden unzähligen TouristInnen, als ich die Innenstadt das erste Mal in der Weihnachtszeit gesehen habe!

Auf dem Place Kléber, sozusagen dem Hauptplatz von Straßburg, gibt es einen riesigen und schön dekorierten Weihnachtsbaum, bei dem es jeden Abend stündlich Lichtershows mit dazu passender Musik gibt.

Lustig fand ich auch, dass auf den Weihnachtsmärkten sehr viele Dinge auf Deutsch angeschrieben sind bzw. im Französischen gleich heißen, z.B.: Kinderpunsch, Glühwein oder Spätzle.

Ich habe diesen Monat auch andere AustauschschülerInnen aus anderen Ländern kennengelernt und mich mit ihnen über deren Weihnachtstraditionen unterhalten. Es war sehr interessant zu erfahren, wie und ob in anderen Teilen der Welt Weihnachten gefeiert wird.

Lg aus dem Franzosenland:)

~Anne-Sophie