Erasmus

Auslandsjahr in Strasbourg Abschlussbericht

Manchmal kann ich es gar nicht begreifen, wie schnell die Zeit vergeht, sobald man etwas erlebt, worauf man sich schon so lange gefreut hat.

Letzten August bin ich vollbepackt nach Strasbourg aufgebrochen, ohne wirklich zu wissen, was mich erwarten würde. Weder kannte ich meine Gastfamilie noch die Schule, und trotzdem war ich sehr zuversichtlich, dass schon alles gut gehen würde. Im Nachhinein frage ich mich wirklich, wie ich mich das trauen konnte, denn schließlich ist ein ganzes Schuljahr eine sehr lange Zeit. Vor allem in diesem Alter kann sich in zehn Monaten so einiges ändern.

Auch wenn ich vor Beginn unzählige Erfahrungsberichte gelesen und mich mit ehemaligen AustauschschülerInnen aus meinem Umfeld unterhalten hatte, war es doch noch einmal ein großer Unterschied, all diese Erfahrungen selbst zu machen. Dinge, auf die ich mich im Vorhinein mental vorbereitet hatte, entwickelten sich ganz anders als erwartet, und wiederum passierten Dinge, mit denen ich nie gerechnet hätte.

Natürlich gab es auch Momente, die nicht immer einfach waren. Sich an eine neue Sprache, ein anderes Schulsystem und einen völlig neuen Alltag zu gewöhnen, war anfangs eine große Herausforderung. Es gab Tage, an denen ich meine Familie und Freunde vermisste oder mich fragte, ob ich mich jemals richtig einleben würde. Gerade diese Momente haben mich jedoch gelehrt, geduldig mit mir selbst zu sein und nicht sofort aufzugeben.

Die Zeit − sowohl bei meiner Gastfamilie als auch im Internat und in der Schule − hat mich nachhaltig geprägt. Sei es die gewonnene Selbstständigkeit, die verbesserten Sprachkenntnisse oder die Menschen, die ich dort kennenlernen durfte – jeder einzelne Schritt aus meiner Komfortzone hat dazu beigetragen, zu der Person zu werden, die ich heute bin.

Auch die Begegnungen mit anderen Austauschschülerinnen und Austauschschülern haben mein Jahr bereichert. Durch eine Schülerin aus Taiwan, die ich an meiner Schule kennengelernt habe, durfte ich viele weitere Jugendliche aus den unterschiedlichsten Ländern kennenlernen. Obwohl wir alle in verschiedenen Teilen der Welt zu Hause sind, teilten wir ähnliche Erfahrungen, Herausforderungen und unvergessliche Momente. Daraus sind Kontakte und Freundschaften entstanden, die mein Auslandsjahr auf ganz besondere Weise bereichert haben. Gleichzeitig bin ich auch den Menschen in meiner Klasse und im Internat dankbar, die mich während meines Aufenthalts begleitet, unterstützt und dazu beigetragen haben, dass ich mich in Strasbourg willkommen und wohlgefühlt habe.

Meine Leidenschaft für Sprachen, andere Kulturen und deren Traditionen ist in den letzten Monaten noch weitergewachsen. Zu erleben, wie ein anderes Schulsystem funktioniert, wie Traditionen − zum Beispiel die Weihnachtszeit − gefeiert werden und wie das alltägliche Leben in einem anderen Land aussieht, hat mich noch mehr inspiriert und dazu motiviert, mich weiterhin mit neuen Sprachen und Kulturen auseinanderzusetzen. Gleichzeitig hat diese Erfahrung in mir den Wunsch bestärkt, nach der Schule im Ausland zu studieren, zu leben und neue Länder sowie Kulturen kennenzulernen.

Rückblickend ist mir bewusst geworden, wie sehr mich dieses Jahr verändert hat. Ich bin offener geworden, gehe heute viel selbstbewusster auf neue Menschen zu und traue mir Dinge zu, die ich vor einem Jahr wahrscheinlich nicht gewagt hätte. Das Auslandsjahr hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, auch einmal die eigene Komfortzone zu verlassen, denn genau dort entstehen oft die wertvollsten Erfahrungen.

Jeder Person, die mich auf dieser Reise unterstützt und dazu beigetragen hat, dass Strasbourg für mich wie ein zweites Zuhause geworden ist, werde ich für immer unendlich dankbar sein. Genauso gilt mein Dank der Organisation Erasmus+, ohne die ich niemals die Möglichkeit gehabt hätte, ein so besonderes Austauschjahr erleben zu dürfen.

Wenn mich heute jemand fragen würde, ob ich ein Auslandsjahr empfehlen kann, wäre meine Antwort, ohne zu zögern: Ja. Auch wenn es Herausforderungen gab, haben die positiven Erfahrungen, die Begegnungen und die persönliche Entwicklung bei Weitem überwogen. Ich werde die Erinnerungen, die Freundschaften und alles, was ich in Strasbourg erleben und lernen durfte, für immer in meinem Herzen tragen.

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ERASMUS+ Job-Shadowing in Straßburg

Als Französischlehrerin war ich ja schon immer neugierig, wie der Schulalltag in Frankreich im echten Leben abläuft. Dank Erasmus+ bekam ich die Möglichkeit, Anfang Juni eine Woche lang genau die Schule zu besuchen, in der meine Schülerin Anne-Sophie Levassor aus der 6c ein ganzes Schuljahr verbracht hat.


 

Schul-Infrastruktur

Das Lycée Le Corbusier in Illkirch-Graffenstaden am südlichen Stadtrand von Straßburg ist für unsere Verhältnisse riesig: Zwölf Gebäude auf einer Fläche von acht Hektar. Ungefähr  2000 Schülerinnen und 200 Lehrerinnen gehen dort täglich ein und aus – mittels Chipkarte kommen sie durchs Eingangstor. Neben zahlreichen Klassenräumen gibt es dort ein Internat für 300 SchülerInnen, mehrere Werkstatthallen für den praktischen Unterricht der Lehrlinge (die in Frankreich selten in Betrieben, sondern meist in Schulen ausgebildet werden), eine riesige Kantine, eine Schulbibliothek, einen Theater- und Veranstaltungssaal uvm. Ihre Pausen und Freistunden verbringen die SchülerInnen im Schulhof, in der Bibliothek oder in den Aufenthaltsklassen, denn sie haben anders als bei uns keine fixen Klassenräume.

 

Rahmenbedingungen und Schulkonzept

In Frankreich gilt das Konzept der Gesamt- und Ganztagsschule, d.h. alle Kinder gehen in dieselbe Schule und haben von ca. 8.00 bis 17.00 Uhr Unterricht inklusive Mittagessen in der Schulkantine. Das Lycée Le Corbusier ist eine Oberstufen-Gesamtschule mit drei Zweigen bzw. drei Ausbildungszielen, vergleichbar mit unserer AHS, BHS (Schwerpunkte Design, Architektur und Ingenieurwesen) und einer berufspraktischen Schule, in der verschiedene Lehrberufe erlernt werden können. Nach einem Orientierungsjahr in der 6. Klasse wählen die SchülerInnen je nach Interesse und Begabungen dann die für sie ideale Ausbildungsschiene, die sie mit der Matura (frz. bac) oder einer Lehrabschlussprüfung abschließen. Daneben gibt es noch zahlreiche Vorbereitungs- und Förderprogramme. Ziel der Schule ist es, für alle eine passende Ausbildung anzubieten und niemanden zurückzulassen – ein schöner Gedanke.

 

Schulalltag

Die Rahmenbedingungen machen den Schulalltag für SchülerInnen und Lehrkräfte nicht gerade einfach: In einer Klasse sitzen meist 33 Jugendliche, die oft sehr unterschiedliche Interessen und Begabungen haben. Die Unterrichtssprache ist Französisch. SchülerInnen mit anderer Muttersprache und schlechten Französischkenntnissen erhalten zusätzliche Sprachförderstunden. Da es seit ein paar Jahren in Frankreich für alle ab der 6. Klasse gratis Laptops gibt, wurden die gedruckten Schulbücher in der Oberstufe abgeschafft. Stattdessen gibt es nur noch eBooks (solo) und von den Lehrkräften erstellte Unterrichtsmaterialien. Da ich in der letzten Schulwoche vor den Maturaprüfungen zu Besuch im „Le Corbusier“ war, standen einige Projekte auf dem Programm und auch ein von den SchülerInnen der 7. Klasse organisierter Redewettbewerb, bei dem mich die Redegewandtheit und das selbstsichere Auftreten der KandidatInnen sehr beeindruckt hat. Besonders gefallen hat mir bei den besuchten Unterrichtsstunden die starke Projektorientiertheit, durch die die Jugendlichen lernen mit Freiräumen und Verantwortung umzugehen und ein Ziel oder Endprodukt im Auge zu behalten und umzusetzen. Im Rahmen des Märchenprojekts zu 1001 Nacht wurde zum Beispiel die Wand bei der Schulbibliothek passend bemalt. Das Endergebnis ist sehr gelungen.

Resümee

Die Woche in Straßburg hat mir spannende Einblicke in eine französische Schule ermöglicht. Ich war bei vielen Unterrichtsstunden und Schul-Veranstaltungen dabei, habe interessante Gespräche geführt und neue Ideen mitgenommen. Mein Besuch war auch ein erster Anknüpfungspunkt für weitere Kontakte – vom möglichen Austausch via E-Mail zwischen unseren SchülerInnen, über gemeinsame Projekte online bis zu einem möglichen Besuch im jeweils anderen Land. Danke an alle, die mir diese Erfahrung ermöglicht haben!

Sandra Wolkerstorfer

 

 

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Winter in Frankreich

Salut und ein herzliches Bienvenue zu meinem Winter-Bericht aus dem mittlerweile schon sehr frühlingshaften Strasbourg!  

Der Dezember war, genauso wie der November, ein toller Monat, um die Stadt in ihrer ganzen weihnachtlichen Magie zu erleben. 

Zudem bin ich mit einer Freundin noch einmal nach Colmar gefahren, da man auch dort ganz großartige Weihnachtsdekorationen und Märkte bewundern kann. Dadurch, dass die Stadt genau dafür bekannt ist, hatten dementsprechend auch viele andere Menschen die glorreiche Idee, einen Ausflug dorthin zu machen.  

Wahrscheinlich würde ich es nicht noch einmal machen, da es wirklich steckend voll war, aber meiner Meinung nach sollte man es auf jeden Fall einmal in echt gesehen haben! 

Die Weihnachtsferien habe ich in Österreich verbracht. Dazu kann ich nur sagen, dass es sich überraschend ungewohnt und merkwürdig angefühlt hat, von einem in das andere „Zuhause“ zu fahren, aber natürlich war es wunderbar alles wiederzusehen!  

Im Jänner hat die Schule sehr viel Zeit in Anspruch genommen und dadurch ist auch nichts Aufregenderes passiert. 

Es hat das erste und bisher auch das einzige Mal geschneit, was mich persönlich sehr gefreut hat, denn sonst ist das Wetter seit November – bis auf ein paar Ausnahmen – sehr grau und regnerisch gewesen. 

Diesen Monat war ich auch ein paar Mal im Kino, mit Freunden oder allein. Da Strasbourg sehr nahe an der deutschen Grenze liegt, habe ich die Möglichkeit genutzt und war dort in einem schönen älteren Retro-Kino, um auch deutsche Filme sehen zu können.  

Da seit Februarbeginn das Wetter wieder einigermaßen ok ist, nutze ich seither jede Möglichkeit, um Rad zu fahren oder spazieren zu gehen. Generell verbringe ich die meiste Freizeit mit jeglicher Art von Sport, da es das Einzige ist, was ich vom Internat aus machen kann und mir einen guten Ausgleich zum Alltag bietet. 

Das Highlight des bisherigen Auslandsaufenthaltes war jedoch der Paris-Trip in der ersten Woche der Semesterferien!   

Mit der besagten Freundin (aus Colmar) war ich eine Woche in Paris und wir durften netterweise bei meinem Gastbruder wohnen. Aus meiner Sicht war somit die ganze Erfahrung weniger touristisch als gewöhnlich und man konnte wirklich Paris nochmal aus einem anderen Blickwinkel erleben. Natürlich haben wir trotzdem viele typische touristische Attraktionen besichtigt, wie den Eiffelturm, das Louvre oder die SacréCœur! 

 

In der zweiten Ferienwoche hat mich meine Gastmutter auf eine Hütte in den Vogesen, die Berge rundum Strasbourg, mitgenommen. Sie kocht jedes Jahr dort eine Woche für Workshop-TeilnehmerInnen und da dieser Workshop/Ausbildung für Jugendliche in meinem Alter angeboten wird, hatte ich somit die Möglichkeit, eine Woche mit Gleichaltrigen neue Kontakte zu knüpfen und zusätzlich mehr Französisch zu sprechen.  

Ich bin nun seit genau sechs Monaten hier und irgendwie kann ich es gar nicht fassen, denn es hat sich nur wie ein Bruchteil der Zeit angefühlt. Ich bin unfassbar dankbar für die neuen Menschen, die ich bis jetzt schon kennenlernen durfte und hoffe, dass die verbleibenden drei Monate noch toller werden!  

À bientôt! 

Anne-Sophie 

 

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Erasmus+ Job Shadowing in Finnland – Ein Blick über den Tellerrand 

Im Rahmen des Erasmus+ Programms hatten wir (Anna Wiplinger und Heike Pichler) die Möglichkeit, eine Woche lang Schulen in Finnland zu besuchen und dort am Unterrichtsgeschehen teilzunehmen. Während unseres Aufenthalts besuchten wir zwei Schulen: eine Schule im Raum Helsinki sowie eine Schule in Hanko. Der Austausch ermöglichte uns einen intensiven Einblick in den finnischen Schulalltag und bot zahlreiche Anregungen für die eigene Unterrichtspraxis.

Moderne Ausstattung und optimale Arbeitsbedingungen

Besonders beeindruckt hat uns die Ausstattung der Schulen und die Arbeitsbedingungen für Lehrpersonen. Jede Lehrkraft verfügte über einen großzügigen eigenen Arbeitsplatz mit Computer, Drucker und ausreichend Stauraum. Der Pausenraum der Lehrpersonen war tatsächlich ein Ort der Erholung: geräumig, gemütlich und klar vom Arbeitsbereich getrennt.

Auch für die Schüler:innen gab es vielfältige Freizeitmöglichkeiten und gemütliche Pausenräume zum Rumhängen, sich Austauschen und Entspannen.

Überraschend: Die Schule war nicht nur Raum für Lehrer:innen und Schüler:innen – auch Eltern, Freund:innen oder Leute von der Straße durften spontan den Unterricht besuchen. Dass das niemand unerlaubterweise mit dem Skateboard machte, dafür sorgten (zumindest in der Privatschule) Kameras und strenge Stimmen aus dem Mikrophon..

Und was wäre eine finnische Schule ohne eigene Sauna für die Lehrer:innen?

Schulalltag aus Schüler:innenperspektive

Ein zentrales Element des finnischen Systems ist die große Selbstständigkeit der Schüler:innen. Sie können ihren Stundenplan vergleichsweise frei gestalten und haben deutlich weniger verpflichtende Fächer als im österreichischen System.

Sehr positiv fiel uns auch das kostenlose Schulessen für alle Schüler:innen auf. Lehrpersonen erhalten ein mehrgängiges, gesundes Mittagessen zu einem sehr günstigen Preis. Gemeinsames Essen ist dadurch ein selbstverständlicher Teil des Schultages. Gewöhnungsbedürftig: Sauermilch statt Saft!

Lebensnahe Unterrichtsinhalte

Besonders spannend fanden wir das Fach Social Studies. Dieses Unterrichtsfach bündelt Inhalte, die Jugendliche konkret auf das Erwachsenenleben vorbereiten: Steuern, rechtliche Grundlagen, gesunde Ernährung, Umgang mit Geld oder gesellschaftliche Verantwortung.

Auch die Berufsorientierung nimmt einen hohen Stellenwert ein. Schüler:innen werden intensiv bei ihrer Karrierewahl begleitet. Schulcoaches führen Einzelgespräche, zusätzlich gibt es eigene Unterrichtseinheiten zur Zukunftsplanung.

Unterstützungssysteme an Schulen

Auffällig war die große Zahl zusätzlicher Fachkräfte im Schulalltag. Eine Schulpsychologin ist ständig anwesend, und es gibt Lehrpersonen, deren Aufgabe ausschließlich darin besteht, bei Unterrichtsstörungen zu unterstützen. Diese gehen von Klasse zu Klasse und kümmern sich gezielt um einzelne Schüler:innen, sodass der Unterricht für alle anderen ungestört weiterlaufen kann.

 

Überraschende Unterschiede

Neben vielen positiven Eindrücken gab es auch Aspekte, die uns überrascht haben. Die Beziehung zwischen Lehrpersonen und Schüler:innen wirkte insgesamt distanzierter als wir es gewohnt sind. Lehrkräfte gaben häufig Arbeitsaufträge, ohne anschließend intensive Rückmeldungen oder persönliche Gespräche zu führen.

Auch die Unterrichtsplanung unterschied sich deutlich von unserem Verständnis: Oft wurde hauptsächlich das Schulbuch systematisch durchgearbeitet, während spielerische Methoden, Projekte oder offene Unterrichtsformen seltener zu beobachten waren.

Diese Beobachtungen bestärkten uns in unserem persönlichen Arbeiten. Wir bemerkten: So schlecht sind wir gar nicht und die Finn:innen kochen auch nur mit Wasser – und das ist nicht immer gesalzen.

Mehr als ein Schulbesuch – europäisches Lernen

Der Erasmus-Austausch wurde von uns als äußerst bereichernd erlebt. Das Arbeiten in einem anderen Bildungssystem erweitert den eigenen Blickwinkel und schärft die Wahrnehmung als Europäer:innen.

Der Aufenthalt stärkte das Gefühl europäischer Gemeinschaft und machte gleichzeitig deutlich, wie wertvoll der Vergleich unterschiedlicher Systeme ist: Man erkennt neue Ideen und Verbesserungspotenziale, sieht aber auch klar, welche Aspekte im eigenen Schulsystem bereits sehr gut funktionieren.

Erasmus+ ermöglicht somit nicht nur fachliche Weiterbildung, sondern auch persönliche Entwicklung, internationale Vernetzung und eine realistische Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit.

 

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Erasmus+ Aufenthalt in Liechtenstein

Lehre(r) lernen

Die Unterrichtsfächer Technik und Design, Kunst und Gestaltung in Liechtenstein.

Nachbarschaftliche Nähe, kulturelle Verbundenheit, aber ein anderes Schulsystem. Daraus besteht die Mischung, die mein Interesse an der Teilnahme an dem Erasmus+ Programm in Liechtenstein weckte.

Am Montag, 26. Jänner geht die Reise los. Mit dem Zug geht’s ab in den Westen. Über Salzburg, dem Arlberg nach Vaduz.

Für eine Woche darf ich in Liechtenstein Kolleg*innen unterschiedlicher Schulen, von den Volksschule bis zur Maturaklasse, in den Fächern Technik und Design und Kunst und Gestaltung im Unterricht begleiten. Es sind volle Tage geprägt durch intensiven Austausch mit Pädagog*innen und Schüler*innen.

Der Besuch im engagiert geleitete Experimentierlabor pepperMINT eröffnet ein vielfältiges Vermittlungsprogramm von Technik. Das Kunstmuseum Liechtenstein und die Hilti Art Foundation bieten interessante Ausstellungskonzepte und eine beeindruckende Kunstsammlung.

Die Möglichkeit eines internationalen Austausches zwischen Lehrer*innen ist eine fantastische Gelegenheit Neues kennenzulernen, Wissen auszutauschen und die eigene pädagogische Arbeit weiterzuentwickeln.

Ich bedanke mich herzlich bei Dr. Elvira Schoch und Anna Wiplinger für die großartige Organisation.

Vielen Dank den offenen und großzügigen Kolleg*innen im Liechtensteinischen Gymnasium. Allen voran Christine, Helena, Ursina, Barbara, Maria und Prorektor Vogt für die Gastfreundschaft.

Es war eine eindrucksvolle Reise!    

Prof. Elke Mandl

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Auslandsjahr in Strasbourg, Frankreich

Hallo zurück zu dem bereits dritten Bericht meines Schüleraustausches in Frankreich.

Der November war bisher der unspektakulärste Monat hier. Das Wetter war eben typisch grau und nebelig, außerdem ist nicht viel mehr passiert als Schule!

Ehrlicherweise weiß ich nicht genau, ob es in ganz Frankreich so ist, aber an meiner Schule gibt es anstatt 1-2 größeren Tests/Schularbeiten pro Semester, viele kleine Wiederholungen, Abgaben und Tests/Schularbeiten, die benotet werden. Ich habe schon öfter darüber nachgedacht, was mir besser gefällt, wahrscheinlich bevorzuge ich sogar die mehreren kleineren Benotungen, da dann der Druck nicht immer so hoch ist. Andererseits ist es aus meiner Sicht ein Mehraufwand, da man kontinuierlich viel zutun hat, zumindest wenn man Wert auf gute Noten legt!

Mittlerweile habe ich auch schon meine Lieblingsecken in Straßburg gefunden, die ich am Wochenende sehr gerne besuche. Unter anderem liebe ich es hier mit dem Fahrrad zu fahren und so wiederum auch neue Orte kennenzulernen. Die Stadt ist sehr fahrradfreundlich und dadurch ist es natürlich auch einfacher und sicherer! Beispielsweise gibt es im Norden der Stadt einen Park namens Parc de Pourtalès. Meine Gastmutter hat ihn mir einmal gezeigt und seitdem fahre ich regelmäßig mit dem Rad dorthin, da er mir so gefallen hat!

Ende November haben die Weihnachtsmärkte aufgemacht. Straßburg ist als die „Weihnachtshauptstadt Europas“ bekannt und ehrlicherweise hatte ich es bis dato nicht wirklich auf dem Schirm. Dementsprechend war ich auch sehr überrascht und überwältigt von der vielen und extravaganten Weihnachtsdekoration, den vielen Weihnachtsmärkten und im negativen Sinne auch von den einhergehenden unzähligen TouristInnen, als ich die Innenstadt das erste Mal in der Weihnachtszeit gesehen habe!

Auf dem Place Kléber, sozusagen dem Hauptplatz von Straßburg, gibt es einen riesigen und schön dekorierten Weihnachtsbaum, bei dem es jeden Abend stündlich Lichtershows mit dazu passender Musik gibt.

Lustig fand ich auch, dass auf den Weihnachtsmärkten sehr viele Dinge auf Deutsch angeschrieben sind bzw. im Französischen gleich heißen, z.B.: Kinderpunsch, Glühwein oder Spätzle.

Ich habe diesen Monat auch andere AustauschschülerInnen aus anderen Ländern kennengelernt und mich mit ihnen über deren Weihnachtstraditionen unterhalten. Es war sehr interessant zu erfahren, wie und ob in anderen Teilen der Welt Weihnachten gefeiert wird.

Lg aus dem Franzosenland:)

~Anne-Sophie

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Oktober in Strasbourg

Salut zu meinem zweiten Bericht aus Frankreich!

Strasbourg im Herbst zu erleben, hat mich mit sehr viel Freude erfüllt und mir dadurch auch an schwierigen und stressigen Tagen sehr geholfen! Es hat mich allerdings sehr verwirrt, dass Weihnachtsdekoration schon im Oktober aufgehangen wurde.

Am Anfang des Monats hatte ich Geburtstag, das war definitiv eine interessante Erfahrung, die ich so davor noch nicht erlebt hatte. Eigentlich habe ich an dem Tag in jeder freien Minute mit Familie oder Freunden telefoniert und dadurch hat es sich auch nicht wirklich anders als die Jahre zuvor angefühlt.

Die Herbstferien in Frankreich dauern 2 Wochen und dadurch hatte ich im Oktober auch nicht so viel Schule wie normalerweise. Dafür hatte ich sehr viel Zeit, mir die Umgebung besser anzusehen und andere Dinge zu erleben.

Vor den Herbstferien hat das Internat allerdings noch eine tolle Halloween-Party veranstaltet. Es war sehr lustig und auch interessant, diese Feierlichkeit in einem anderen Land mitzuerleben!

In den Ferien bin ich mit einer Freundin, die auch Austauschschülerin ist, mit dem Zug nach Colmar gefahren. Diese Kleinstadt im Süden von Strasbourg ist vor allem für die wunderschönen Weihnachtsmärkte und auch die typisch elsässischen Fachwerkhäuser bekannt. Da diese aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht geöffnet hatten, möchte ich unbedingt im Dezember noch einmal hinfahren!

Das Wetter war auch sehr schön und daher haben wir das volle Touristenprogramm absolviert. Wir sind durch die kleinen Gassen geschlendert, haben typisch Elsässisch gegessen und haben eine kleine Bootstour in La Petite Venise unternommen.

Wie man am Namen der Innenstadt schon erahnen kann, ist diese von der italienischen Stadt Venedig inspiriert und durch die kleinen Kanäle und die Boote, die darauf fahren, hat es auch eine sehr ähnliche Atmosphäre.

In der ersten Ferienwoche bin ich außerdem gemeinsam mit ein paar Leuten aus meiner Klasse nach Deutschland in den Europapark gefahren. Wir haben dort einen ganzen Tag verbracht. Wir hatten sehr viel Spaß und ich habe dadurch auch meine MitschülerInnen ein bisschen besser kennenlernen dürfen!

In der zweiten Ferienwoche hat mich tatsächlich meine Familie besucht. Das war für mich auch das Highlight des Monats.

Es hat sich ehrlicherweise komisch angefühlt, dass ich selbst die Umgebung schon so gut kenne und sie nicht! Andererseits hat es mich auch sehr gefreut, ihnen meine Lieblingsort und die Stadt an sich zeigen zu können!

Mein Französisch verbessert sich stätig, auch wenn das Sprechen noch sehr schwierig für mich ist. Hoffentlich wird sich das in den nächsten Monaten verbessern!

GaLiGrü

Anne-Sophie

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Auslandsjahr in Strasbourg, Frankreich

Salut an alle!

Mein Name ist Anne-Sophie, ich bin 15 Jahre alt und würde momentan die 6.c im Körnergymnasium besuchen. Allerdings habe ich die große Ehre und Möglichkeit bekommen dieses Schuljahr ein Auslandsjahr machen zu dürfen. Da ich gebeten wurde auch andere Menschen an diesem Abenteuer Teil haben zu lassen, wird es von mir also regelmäßig ein kleines Update aus Frankreich geben!

 

Ende August, also vor einem Monat, bin ich mit all meinen Sachen angereist. Die Schule in Frankreich hat am 1.9.2025 begonnen, daher hatte ich noch ein paar Tage vor dem Schulbeginn, um Strasbourg ein wenig genauer zu erkundigen.

Ehrlicherweise habe ich Strasbourg total unterschätzt, vor allem bei schönem Wetter ist es wirklich traumhaft hier. Diese klassischen alten Fachwerkhäuser, die Flüsse und auch die Bäckereien, Restaurants und die französische Sprache generell haben einfach einen sehr besonderen (französischen) Scharm!

 

Französisch als Sprache hatte ich ein Jahr in der Schule, dementsprechend ist es momentan noch nicht so einfach mich auf Französisch zu verständigen. Es kommt noch dazu, dass die meisten Menschen kein bzw. wenig Englisch sprechen können und das erschwert z.B. die Kommunikation mit meinen neuen Klassenkolleg*innen und Professor*innen ein wenig! Allerdings hilft es mir gleichzeitig auch, da ich teilweiße gezwungen bin, Französisch zu sprechen oder es zumindest zu versuchen:)

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass sich vor allem mein Hörverständnis merklich verbessert hat!

 

Das Schulsystem hier ist für mich definitiv auch eine Umstellung gewesen. Die Schulen in Frankreich sind (soweit ich weiß) alles Ganztagsschulen, das heißt, dass die Schule so gut wie jeden Tag um 16 -18 Uhr endet. Es gibt auch keine fixen Klassenräume, wir müssen jede Stunde in ein anderes Klassenzimmer. In meinem Fall müssen wir auch oft Gebäude wechseln, da meine Schule aus acht besteht! (Es gibt keine Hausschuhpflicht:))

 

Am Wochenende wohne ich bei einer Gastfamilie und unter der Woche im Internat der Schule. Davor hatte ich am meisten Angst, da es für mich persönlich die größte Umstellung war. Allerdings sind sowohl meine Gasteltern als auch meine Zimmerkolleginnen sehr lieb und daher fühle ich mich in beiden Situationen mittlerweile sehr wohl!

Da ich eben im Internat wohne, gehe ich für alle Mahlzeiten in die Schulkantine, meistens mit meinen Klassen- oder Zimmerkolleg*innen.

 

Alles in allem kann ich zumindest nach diesem Monat sagen, dass ich mir es nicht besser wünschen könnte. Ich habe schon ein paar Freunde gefunden, eine andere Austauschschülerin aus Taiwan kennengelernt und auch alle meine Professor*innen gehen sehr verständnisvoll mit meiner sprachlichen Situation um!

Natürlich vermisse ich meine Familie, Freund*innen und manchmal auch die Schule, aber ich weiß, dass ich es niemals bereuen werde, diesen Auslandsjahr gemacht zu haben!

LG Anne-Sophie

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Kurzzeitpraxis in Istanbul

Im Oktober 2024 nahm ich im Rahmen von Erasmus+ an einer einwöchigen Kurzzeitpraxis in Istanbul teil. Bereits bei unserer Ankunft wurden wir von den Lehrer:innen und dem Direktor des St. Georg-Kollegs, einem österreichischen Gymnasium in Istanbul äußerst herzlich empfangen.

Während zahlreicher Hospitationen erhielten wir spannende Einblicke in den Unterrichtsalltag und das Schulleben vor Ort. Besonders deutlich wurden dabei die Unterschiede zum österreichischen Schulsystem, etwa der hohe Stellenwert, den Bildung und Schule in der Türkei einnehmen, die dort üblichen Schuluniformen sowie die teils sehr hohen Schulgelder an Privatschulen.

Neben dem St. Georg-Kolleg besuchten wir auch das öffentliche Deutsche Gymnasium Istanbul, eine weitere deutsche Privatschule sowie eine Oberstufenschule mit Tourismuszweig.

Insgesamt war es eine sehr bildungsintensive und bereichernde Woche, die wertvolle Eindrücke über verschiedene Schulformen und Bildungswege in Istanbul vermittelte.

Mag. Paulina Gürbey

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